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HOSENANZUG // Viva la Revolution

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten ●

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Ein Hosenanzug ist ein Ensemble aus Jacke und langer Hose. Sagt das Internet. Somit geht mein Zweiteiler aus ‚Wendejacke Pauline‘ von Cherry Picking und der ‚Hose Wrapped‘ von Schnittduett als Hosenanzug durch. Im Herbst 2018 verzweifelt nach einem olivfarbenen Hosenanzug gesucht. Das Schöne am selbernähen ist, dass ich mir eine lange Suche sparen konnte und einen Hosenanzug aus zwei einzelnen Schnitten genäht habe. Die Jacke ist eine Wendejacke und kein klassischer Blazer. Praktisch, dass ich aus dem Innenstoff einen Rock genäht habe. So kann ich alles miteinander kombinieren. Die Hose habe ich im letzten Beitrag schon aus schwarzem Hosenstoff gezeigt. Sie ist einfach einer meiner liebsten Schnitte die ich bisher genäht habe.

Einen Beitrag über einen Hosenanzüge zu schreiben ohne die großartige Marlene Dietrich zu erwähnen ist möglich aber sinnlos. In den 1930er Jahren hat sie den Hosenanzug für Frauen salonfähig gemacht. Damals trug sie einen Smoking. Mittlerweile ist der Hosenanzug auch in der Modewelt nicht mehr weg zu denken und revolutioniert sich momentan wieder. Frauen in Hosen waren auch noch in den 1970er Jahren im Bundestag ein unbekanntes Bild. Grotesk wenn ich daran denke.

Hosenanzüge sind durch Yves Saint Laurent auch auf den Laufstegen der Modewelt aufgetaucht. Zunächst an der klassisch maskulinen Herrenmode orientiert, zeigt er in jeder Saison die Wandelbarkeit von Schnitt und Material. Ich bin dankbar, dass ich entscheiden kann was ich anziehe und dass ich mir die Kleidung auch noch selber nähen kann. Eine Selbstverständlichkeit ist das nicht.

Klassisch besteht der Hosenanzug natürlich aus einem Blazer. Trotzdem nehme ich mir hier die Freiheit und gestalte mir (m)einen perfekten Hosenanzug in dem ich den ganzen Tag unterwegs sein kann. Ein Hosenanzug ist neben Jeans und Blazer für mich ein echtes Wohlfühloutfit, wenn er nicht so klassisch ist. Kombiniert mit Sneakers und Shirt ist er bequem und schick zu gleich ohne overdressed zu sein. Denn ich habe in meinem Beruf keine Arbeitskleidung oder einen Dresscode den ich beachten muss.

Da ich bei diesem Outfit auf viel „typisches“ verzichtet habe, trage ich auch keine Bluse sondern ein Shirt ‚Grace‘ von Sara & Julez. Das Shirt kann als Tunika und als Kleid genäht werden. Ich bin ziemlich begeistert von dem für Webware ausgelegten Schnitt. Genäht wird mit Beleg und am Rücken wird das Shirt mit Schlaufe und Knopf geschlossen. Den Knopf habe ich mit einem Stoffrest bespannt, so fällt er gar nicht auf.

Ob klassisch figurbetonter Schnitt, Oversized-Style oder aus auffälligen Materialien wie Kunstleder oder mit Prints, der Hosenanzug kann richtig viel. Ich freue mich jetzt schon auf den Frühling, wenn ich mich einfach wieder in Hose, Jacke und T-Shirt schmeißen kann, Sneaker dazu und fertig ist das Wohlfühloutfit. Jetzt kommt aber erstmal Weihnachten und auch da werde ich vermutlich auf ein Kleid verzichten und den Hosenanzug mit schicken Schuhen und mit Bluse oder weihnachtlichem Shirt anziehen. Weihnachten trage ich nämlich eigentlich lieber Kleider, damit nichts kneift aber bei der Hose mache ich eine absolute Ausnahme.


Schnitt
Pullover: T-Shirt Swag von Fashion Tam Tam
Hose: Hose Wrapped von Schnittduett
Material
Pullover: Sommersweat
Hose: Baumwollsatin-Stretch (58% Baumwolle, 40% Viskose, 2% Elastan) von Stoff Ideen Hannover
Größe & Änderungen
Pullover: Größe 36
Hose: Größe 38

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