DIY - KOLUMNE

LET’S TALK ABOUT – #zwölffragenan Bine von EchtKnorke

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten ●

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Die Nähszene ist in den letzten Jahren immens gewachsen. Das ist eine wahnsinnig vielfältige und interessante Entwicklung. Deshalb habe ich die Interviewreihe LET’S TALK ABOUT ins Leben gerufen. Es gibt Einblicke in die Welt der Kreativköpfe der Nähszene, die auch mich immer wieder inspirieren und deren Schnitte ich gerne nähe. Zwölf Fragen zu Tipps, Tricks, Fails und unserer Gemeinsamkeit, der Faszination für das Nähen und Selbermachen. Es geht um Motivation, Mut und Miteinander. Ich möchte mit dem Interview motivieren etwas selbst zu machen. Kleidung und Accessoires selber zu nähen oder bewusster zu konsumieren. Getreu nach dem Motto meiner Heldin Vivienne Westwood „buy less, choose well …“ Viel Spaß mit dem Interview, denn jede*r fängt einmal irgendwo an! Also lasst euch ermutigen und probiert aus, worauf ihr Lust habt. Tipps der erfahrenen Kreativköpfe inklusive!


1 // Wer bist du, was möchtest du zu dir sagen?

Ich bin die Bine, werde aber auch gerne Frau Knorke genannt. Obwohl das nicht mein Nachname ist – hihi – ich finde es klasse, denn das zeigt wie verbunden ich mit meiner Marke „echt Knorke“ bin.

2 // Wann und wie bist du zum Nähen gekommen?

Oh je, das ist schon Ewigkeiten her. Meine ersten Nähwerke waren ganz klassisch Kindersachen, was mich damals gar nicht begeistert hat, waren die fehlenden Nähanleitungen – ich erwähne da nur kurz die Zeitschrift Burda und jeder (denke ich) weiß wovon ich rede. Also stand die Nähmaschine in der Ecke, wurde nur für Gardinen und Kissenbezüge rausgeholt. Erst als meine Jungs aus dem Haus waren und ich hier nach Potsdam gezogen bin, wurde die Nähmaschine wieder rausgeholt. Zunächst folgten kleine Taschen. Du kannst dir vorstellen wie es weiterging. Klassisch halt, nachdem alle Verwandten und Bekannten beschenkt waren wollte ich auch einmal etwas für mich nähen. So landete ich in einem Nähkurs. Auf diese Kenntnisse habe ich aufgebaut.

3 // Wann ist aus dem Hobby Berufung oder auch Beruf geworden? Gab es einen Auslöser?

Nun, eigentlich war klar das ich hier landen würde. Denn in meiner Größe, in der Schule nannten mich die bösen Jungs „laufender Meter“, gab es irgendwie nie das hundert Prozent passende Kleidungsstück. Also habe ich angefangen meine gekaufte Kleidung zu ändern und später nach zunähen.

4 // Was fasziniert dich am Nähen?

Das Unikat! Was ich an meinem Körper trage, besitze nur ich! Es gibt mittlerweile ganz bestimmt ein paar Kopien meiner schönsten Kleidungsstücke, wie zum Beispiel den schönen dunkelblauen Blazer „schnieke Wiebke“, aber das kann trotzdem nicht genau mein Blazer sein. Ich bin stolz auf die Nachmacher, denn es zeigt das ich wirklich etwas Schönes genäht habe. Die Kreativität, die ich in jedes meiner Kleidungsstücke packen kann oder auch, und dort besonders, in meinen Turnbeutel „Onkel Knorke“. Ich liebe jede meiner Kreationen!

5 // Welches Nähprojekt ist komplett schief gelaufen?

Schief laufen bei mir immer wieder Hosen. Das klappt jedes Mal aufgrund meiner hoch gesteckten Passform Ansprüche nicht. Davon lasse ich am liebsten die Finger, obwohl es mich auch immer wieder extrem nervt – irgendwann wird auch diese Hürde genommen!

6 // Was war bisher dein aufwendigstes Nähprojekt?

Das war 2016: Eine Bluse, mit Kragen und Manschetten und natürlich einer Knopfleiste. An die ich dann doch Druckknöpfe angebracht habe. Die Bluse ist wirklich wunderschön geworden, sie hängt auch immer noch im Kleiderschrank. Getragen habe ich sie leider nie, weil ich am Ende gar kein Blusentyp bin. Dafür habe ich sehr, sehr viel beim Nähen gelernt. Mich damals soweit aus meiner Komfortzone herauszuwagen, begeistert mich heute noch.

7 // Dein ultimativer Tipp für Näh-Neulinge?

Kauf dir keine Nähzeitschriften! Und abonniere Anna’s YouTube Kanal „einfach nähen“.

8 // Was ist dein liebstes Nähgadget?

Das sind beim Zuschnitt meine Donut Nähgewichte und eine scharfe Fadenschere. #donutnähgewicht

9 // Was darf in deinem Nähbereich auf keinen Fall fehlen?

Licht, gute Musik und Schokolade.

10 // Woher oder von wem nimmst du deine Inspiration?

INSTAGRAM – bei all denen die das hier gerade lesen. Diese gemeinsame und geballte kreative Energie, die inspiriert mich. Dafür bin ich täglich dankbar.

11 // Hast du einen Näh-Trick, den du verrätst?

hihi – Markierungen zu übertragen, dass ist immer wieder etwas was auch ich gerne mal vergesse und mich jedes Mal total drüber ärgere, denn wenn zwei Markierungen aufeinandertreffen, dann weiß ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Oder: Mein Bügelholz (du bekommst es bei mir im Shop) Sorry, für die Werbung, aber das ist ein Hilfsmittel, welches ich bei jedem Nähprojekt benutze. Ich stehe einfach auf einen flachen Saum!

12 // Gibt es eine Frage die ich nicht gestellt habe, die du gern beantworten möchtest?

nein


Weitere Infos und Inspiration findest du auf:
www.echtknorke.de // Onkel Knorke – Turnbeutel // Bines Bügelholz


Liebe Bine, schön das du bei dem Interview dabei gewesen bist. Ich freue mich da sehr drüber. Im Übrigen liebe ich deine Anleitungen. Durch das Probenähen konnte ich ja auch schon vor dem offiziellen Veröffentlichen dabei sein und mag die Pausen die du einbaust. Das ist super. Deinen Spruch ‚too much perfection is a mistake‘ liebe ich auch sehr.

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